15.01.2019

Spitzengespräch zwischen Molkereichef Theo Müller und Bauernpräsident Wolfgang Vogel

Am Montag, dem 14. Januar 2019, trafen sich SLB-Präsident Wolfgang Vogel und der Molkereiunternehmer Theo Müller zu einem Spitzengespräch in der Sachsenmilch GmbH in Leppersdorf. Hauptthema war die wirtschaftliche Lage der Milchviehbetriebe im Freistaat, die ausgelöst durch die Dürre des Jahres 2018 an Grobfutternot leiden. „Die Auswirkungen werden insbesondere im Jahr 2019 bei der Anlieferung der Rohmilch zu spüren sein. Einerseits verfügen einige Milchviehbetriebe noch über Futterreserven aus der Ernte
2017, anderseits hoffen die meisten Unternehmen auf ein zeitiges Frühjahr, um den Anschluss in der Futterversorgung gewährleisten zu können. Ansonsten wird es weitere Bestandsreduzierungen geben müssen“, so der Präsident.
Vogel machte zudem unmissverständlich deutlich, dass mit einem durchschnittlichen Milchauszahlungspreis von 33,2 Cent je Kilogramm die Vollkosten in der überwiegenden Mehrheit der Betriebe nicht gedeckt sind.
In ihrer Prognose zur Preisentwicklung 2019 zeigten sich Molkereiunternehmer Müller und Bauernpräsident Vogel übereinstimmend optimistisch. Als wichtiges Zeichen für Zuverlässigkeit und Perspektive sind die gegenwärtigen Investitionen in den Standort Leppersdorf zu sehen. „Wir sind gegenwärtig dabei, 140 Mio. in die Frische und Joghurt und darüber hinaus weitere 110 Mio. Euro in die Erweiterung der Lagerhaltung und weitere Investitionsvorhaben zu
investieren,“ so Müller. Möglichen Gerüchten zu nachteiligen Auswirkungen des Brexits auf die Milchpreisentwicklung in Leppersdorf erteilte er eine Abfuhr. Der Molkereichef dazu: „Wir kaufen, verarbeiten und verkaufen auf der Insel selbst und sind somit von politisch befürchteten Handelshindernissen nicht betroffen.“


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