10.03.2017

Zügige Verabschiedung der Düngeverordnung

Nach mehrjährigen Verhandlungen innerhalb der Bundesregierung, mit dem Deutschen Bundestag, den Bundesländern und der EU-Kommission über die weitere Ausgestaltung des Düngerechts steht am 31.03.2017 im Plenum des Bundesrates die Novelle der Düngeverordnung zur Verabschiedung an.

Die Neufassung der Düngeverordnung stellt für alle landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland eine gewaltige Herausforderung dar. Ein weitreichender Anpassungsprozess innerhalb der Fruchtfolge und betrieblichen Abläufe wird dabei erforderlich sein. Der mit der Novelle der Düngeverordnung notwendige Investitionsbedarf in Ausbringungsgeräte und Lagerkapazitäten wird die Konkurrenz um landwirtschaftliche Flächen weiter verschärfen. Die im Bundesrat vorliegende Novelle der Düngeverordnung stellt für die Betriebe insgesamt einen drastischen Einschnitt dar. Vor dem Hintergrund des vom Europäischen Gerichtshof eingeleiteten Klageverfahrens gegen Deutschland ist der Berufsstand trotz der erheblichen Auswirkungen auf die Landwirtschaftsbetriebe für eine schnelle Verabschiedung der novellierten Düngeverordnung. Ein weiteres Taktieren oder Instrumentalisieren der Düngeverordnung für einen Wahlkampf auf dem Rücken der Landwirte lehnen wir entschieden ab. Die Landwirte brauchen politisch verlässliche Rahmenbedingungen ohne weitere Verschärfungen um im europäischen und weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. Deshalb sollten die Verhandlungen zügig zum Abschluss gebracht werden.


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